Nicole Robrecht

Ernährungstherapie

Chronische Beschwerden werden oft von Nahrungsmittelunverträglichkeiten begleitet. Auch bei Beschwerden des Bewegungsapparates können diese eine Rolle spielen, wenn hierdurch die Darmflora unausgeglichen ist und sich der unterschiedliche Tonus des Gewebes auf die Elemente des Bewegungsapparates, wie den symmetrisch angelegten tiefen Bauchmuskel, überträgt. Aus der Anatomie ergibt sich dann eine unterschiedliche Belastungssituation des Wirbels, an dem die Muskeln befestigt sind und es kann zu Rückenproblemen kommen. Alle chronischen Beschwerden können aus Lebensmittelallergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten resultieren. Dieses gilt es zu prüfen, präzise zu diagnostizieren und individuell zu behandeln. In Sachen Diagnostik arbeite ich mit einem darauf spezialisierten Labor zusammen.

Klassische Ausleitungsverfahren

Zur Entlastung bekommt der Körper außer der Ernährung noch weitere Möglichkeiten zur Entgiftung, als seine Ausscheidungsorgane, wenn diese gerade überlastet sind. Bei den Aschnerausleitungen nutzen wir dazu größtenteils die Haut in Form von Baunscheidtbehandlungen, Schröpfen, Hydrotherapie oder auch der kleine Aderlass nach Hildegard von Bingen. Der Körper wird auch bei Schmerzzuständen und psychischen Belastungen positiv beeinflusst, Blut und Lymphe gereinigt und das Immunsystem harmonisiert. Auch die Säurebelastung des Körpers wird berücksichtigt und hierdurch verringert. Hier wird auch genau geprüft, ob die Säurebelastung innerhalb der Zelle oder im Zwischenzellgewebe am Stärksten ist, das Ergebnis erfordert jeweils unterschiedliche Vorgehensweisen.

Orthomolekularmedizin

Um Reparaturprozesse anstoßen und durchführen zu können braucht der Körper Baumaterial. Einseitige Ernährung und Belastung kann zu Nährstoffmangel führen und die Fähigkeit zur Selbstheilung reduzieren. Nährstoffdefizite sollten schnell ausgeglichen werden, dies geschieht über individuell ausgetestete Nährstoffe, die kurmäßig über mehrere Wochen substituiert werden.

Vitamin C Hochdosistherapie

Bei allen überschießenenden oder fehlgeleiteten Immunreaktionen kann die Vit C Hochdosis das Mittel der Wahl sein. Dieses wird individuell abgewogen. Vitamin C ist als Aktivator des gesamten Zellstoffwechsels anzusehen und daher an unzähligen Stoffwechselreaktionen in unserem Körper beteiligt. Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte und fängt freie Radikale ab. Freie Radikale sind aggressive und reaktive Substanzen, die durch körpereigene Stoffwechselprozesse entstehen oder im Organismus durch zugeführte chemische Substanzen oder Strahlen gebildet werden. In bestimmten Situationen (z.B. erhöhte Strahlenbelastung, Entzündungen etc.) ist die Bildung freier Radikale stark erhöht, so dass die körpereigenen Schutzsysteme nicht ausreichen. In diesen Fällen können freie Radikale im Organismus großen Schaden anrichten. Durch ihre hohe Aggressivität schädigen sie u.a. die Zellwände, das Erbgut und wichtige Eiweißverbindungen in der Zelle, die für den Zellstoffwechsel verantwortlich sind. Folgeschäden sind meistens degenerative Erkrankungen wie Rheuma, Arteriosklerose oder Krebs. Des Weiteren wirkt Vitamin C regulierend auf unseren Fettstoffwechsel, regt unser Entgiftungssystem an und ist an Stoffwechselprozessen des Hormon- und Nervensystems beteiligt.Sind dafür therapeutisch hohe Vitamin C-Gaben angezeigt, bietet sich die Vitamin C-Infusion an. Auf diese Weise können dem Körper wesentlich höhere Vitamin C-Mengen zugeführt werden als dies mittels Ernährung, Pulver oder Tabletten möglich ist. Je nach Situation kann die Hochdosistherapie angezeigt sein.

Klassische Homöopathie

Similia – similibus – curentur: Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt. Diese Gegebenheit entdeckte Mitte des 17. Jahrhunderts Samuel Hahnemann. Mit der klassischen Homöopathie können Beschwerden begleitend harmonisiert werden, besonders wenn die Ursache auf einer anderen Ebene entstanden ist, als die Beschwerden sich ausdrücken.

Auch Phytotherapie und Kinesiologie (auch Neuro-Psychokinesiologie nach Dr. Klinghardt) werden bei Bedarf eingesetzt.


Therapien - Strukturelle Integration

Body adjustment

Bodyadjustment bietet ergänzende Möglichkeiten zur Behandlung zahlreicher körperlicher Beschwerden. Bei meist auf muskulärer Ebene vorbehandelten Menschen ist es sinnvoll, die Behandlungsebene innerhalb des Bewegungsapparates zu wechseln. Das Prinzip: Muskeln und Bänder werden vom Behandler entsprechend der Körperstruktur komprimiert. Nach einer Zeit, die der Behandler erspürt, meldet der Muskel/das Band Entspannung an das Zentralnervensystem, darauf verändert dieses den Tonus. Wenn man eine Region nicht sauber abtasten kann, liegt eine Störung im Gewebe vor. Dabei kann ein ganzer Muskel verhärtet sein, doch liegt die Ursache innerhalb dieses Muskels an einer winzigen Stelle, die es herauszufinden und zu lösen gilt. Dann löst sich oft der ganze Muskel.

Rolf movement

Hierbei handelt es sich um eine Behandlung, die die Körperwahrnehmung anspricht. Wir arbeiten möglichst alltagsnah, je nachdem, was die Beschwerden auslöst, wie zB ein Musikinstrument, wenn jemand professioneller Musiker ist. Der Mensch soll sich in seinen eigenen Grenzen erfahren, die eigene Autonomie zurückerobern. Neue Bewegungsmöglichkeiten werden auch über imaginative Bewegungspädagogik entwickelt.

Sensomotorische Therapie

Die sensomotorische Therapie ist ein weiteres Werkzeug in der Körpertherapie. Hier wird der Hauptaugenmerk auf den chronischen Schmerz gelegt, dessen Ursache möglicherweise durch ein Trauma entstanden ist. Ein Beispiel kann das HWS-Schleudertrauma sein, dessen körperliche Dauerstörung wie der muskuläre Hartspann des Schulter-Nackenbereichs, an die Situation des Unfalls gekoppelt sein kann und sich bei in der Erinnerung gespeicherten Verknüpfungen ständig reaktiviert. Dann braucht der Mensch nur eine Erinnerung an den Unfall erleben, wie zB eine ähnliche Verkehrssituation, ein ähnliches Geräusch und der Körper aktiviert augenblicklich und automatisch die Schutzfunktionen: Die Schultern werden hochgezogen, der Kopf eingezogen und die Muskelverhärtung nimmt zu. Diese minimalen Reaktionen des Körpers entziehen sich meist der Wahrnehmung des Betroffenen, die daraus folgenden Schmerzen erscheinen dann wie der Blitz aus heiterem Himmel.